Dirlos

Hl. Antonius von Padua

Anfahrt

Diorolfstraße 1-2, 36093 Künzell

Beschreibung

Die einfache, geostete Saalkirche auf rechteckigem Grundriss mit Sattel- und Walmdächern wird über einen massiven zweigeschossigen Westbau in der Breite des Langhauses erschlossen. Im Osten schließt an den mit einer zeltförmigen Decke gedeckten Saal ein eingezogener, dreiseitig geschlossener Chor an. Die Belichtung erfolgt über hochrechteckige Fenster.

Details

Umbau und Erweiterung: 1946-1949

Weihung: 01.05.1949

Material/Technik: verputzter Mauerwerksbau mit Tonziegeldeckung

Bauform: Saalkirche auf rechteckigem Grundriss mit Sattel- und Walmdach
Sitzplätze: 130

Ansichten

Geschichte

Ein bestehendes Gebäude, das sogenannte „Braune Haus“, wurde nach dem II. Weltkrieg (1946 bis 1949) zu einem Gotteshaus umgestaltet. „Damit die Welt nicht gottlos sei“ – das bewegte die Dirloser, die sich nach dem Nazi-Regime umgehend einsetzten für den Umbau des Hauses als Gotteshaus in Dirlos. Am 26.11.1945 wurde in dem einfach hergerichteten Raum der erste Gottesdienst gefeiert.

Im Jahr 1954 wurde die Kirche nochmals umgebaut.

Die letzte Renovierung des Innenraumes fand 2021 statt.

 

Wie die Antoniuskirche zu ihrem Namen kam

Bei einem Seniorennachmittag in 2016 hielt Prof Dieter Wagner (+ 2019) einen Vortrag über das Leben von Antonius von Padua und sein Glaubensbeispiel. Prof. Wagner fragte damals die Dirloser Senioren, warum sie sich für den Namen Antonius von Padua entscheiden hätten.

 

Rita Baier – über Jahrzehnte die gute Seele von Dirlos – konnte erzählen:

 

Die Dirloser hätten den Antonius gar nicht gewollt, da sein Festtag am 13. Juni zur Zeit der Heuernte liegt. Damals wurde an dem Patrozinium einer Pfarrkirche in dem Ort nicht gearbeitet werden. Warum man denn nicht widersprochen hätte, fragte Prof. Wagner bei diesem Seniorennachmittag. Und Rita Baier erzählte weiter: der Franziskanerpater Ferdinand, der damals in Dirlos tätig war, hätte sich sehr eingesetzt und sei ein „so Guter“ gewesen und außerdem waren die Dirloser froh, dass sie nun eine eigene Kirche hatten und nicht mehr auf den Florenberg „mussten“. Der fromme Kirchgänger aus Dirlos ging in dieser Zeit sonntags sogar zweimal auf den Florenberg zum Sonntagsgottesdienst und zur Nachmittagskirche und das auch in den strengen Wintern. So haben sich die Dirloser mit dem Antonius von Padua angefreundet.