Bachrain

Maria Hilf

Anfahrt

Schulstraße 1 A, 36093 Künzell

Beschreibung

Die nach Südosten ausgerichtete, neubarocke Saalkirche besteht aus einem rechteckigen Hauptschiff über fünf Fensterachsen, an das im Südosten ein eingezogener Chor anschließt. Die Fassaden des Putzbaus sind durch Lisenen gegliedert. Die Westfassade wird im Süden von einem leicht vorspringenden, modernen Betonturm flankiert. Die Belichtung erfolgt durch bleiverglaste Fenster.

Details

Ursprünglicher Bau: 1924-1926

Umbau und Erweiterung: 1959

Weihung: 12.07.1959

Architekt: Albert Quell

Material/Technik: verputzter Mauerwerksbau mit Tonziegeldeckung

Bauform: Saalkirche auf rechteckigem Grundriss mit Satteldach und Glockenturm
Maße: ca. 26,5 m / 16,2 m / 33,5 m
Sitzplätze: 450

Ansichten

Geschichte

Kirchlich gehörte Bachrain zunächst zur Pfarrei Florenberg, später zur Kapellengemeinde und Pfarrgemeinde Künzell. Da die Bevölkerung in Künzell, Bachrain und Keulos stark gestiegen war, erwies sich die Kirche von Künzell als zu klein. Wegen der begrenzten Platzverhältnisse, konnte eine Vergrößerung nicht in Frage kommen. Nach Überwindung mancherlei Schwierigkeiten, bei denen sich unter anderem der Künzeller Pfarrer Ruez sehr stark eingesetzt hatte, entschied man sich für den Bau einer neuen Kirche in Bachrain. Der GRundstein dazu wurde 1924 gelegt. Erbaut wurde die Kirche Maria Hilf 1924 - 1926 von dem Fuldaer Architekten Hermann Mahr (1874 - 1945). Zunächst wurde eine neobarocke Kirche mit einer dargestellten Unterteilung in zwei Bauabschnitten erbaut.

An den ersten Teilbau mit einem saalförmigen Kirchenschiff über drei Fensterachsen wurde ein eingezogener Chor gezogen. Im Jahr 1959 wurde das Kirchenschiff um zwei westliche Fensterachsen zusammen mit einem seitlich angefügten Glockenturm erweitert. Im gleichen Jahr wurde Bachrain zur Pfarrkuratie.

Der Turm wurde anders als ursprünglich vorgesehen an der Südseite an das Kirchenschiff angefügt.

Um 1970 wurde der Chor erneut unter Leitung des Architekten Hodes, Fulda, umgestaltet.

1972 wurde Bachrain zur Pfarrei erhoben.

Die 1982 wieder unter Leitung von Albert Quell erfolgte Innenrenovierung verfolgte das Ziel, den Altarraum im Sinne der Liturgiereform umzugestalten. 1988 wurde der Chor abermals - mit Rückgriff auf Raumornamente aus der Erbauungszeit der Kirche - verändert.

 

Quellen: "Wie's damals war..." von Josef Diegelmann, 1995